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Meine Gruppe – unsere Gruppe


Artikelinformationen

Meine Gruppe – unsere Gruppe

Gruppen langfristig begleiten

Gemeinde lebt von ihren Gruppen. Bei der Beziehungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen erfolgt dies in Gruppen, die oft über einen langen Zeitraum, manchmal sogar über Jahre Bestand haben. 

Und in dieser Zeit passiert etwas. Die Kinder werden älter, die Jugendlichen werden reifer, die Persönlichkeiten werden differenzierter. Die Fragen ändern sich, die Sicht aufs Leben ändert sich, der Glaube ändert sich. Aber auch die Lebensumstände verändern sich: Familie, Schule, Freundeskreis, Gesundheit, Hobbys und vieles mehr – alles das erlebt Höhen und Tiefen. Das macht nicht nur was mit den Personen, sondern auch mit der Gruppe. Da entstehen Konflikte scheinbar aus dem Nichts. Kinder, die regelmäßig gekommen sind, kommen plötzlich über Wochen gar nicht mehr. Brave Jugendliche werden frech und unverschämt. Feste Cliquen brechen auseinander, einzelne werden ausgeschlossen oder gar gemobbt. Und wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen schweißgebadet in unserem Gruppenprogramm und rufen: „Leute, was ist denn heute los mit euch?“ Ja, genau. Was ist da los? 

Eben darum soll es in diesem Seminar gehen. Wir wollen uns mit dem langfristigen Begleiten von Kinder- und Jugendgruppen beschäftigen und dabei auch den Blick auf die einzelnen Gruppenphasen werfen: Wie und wann entstehen Konflikte? Wie kann ich sie ansprechen, thematisieren, bewältigen, ohne einzelne bloßzustellen oder zu vergraulen? Wie helfe ich Neuzugängen, gut in die Gruppe reinzufinden? Wie verabschiede ich „alte Hasen“ würdevoll und wertschätzend? Wie krieg ich ein Wir-Gefühl in meinen bunten Haufen? Welche Höhepunkte im Jahreskreislauf kann ich platzieren, um die Gruppe noch mehr zusammenzuschweißen? Wie nehme ich trotzdem immer noch den Einzelnen wahr und kann ihn in seinem Erwachsenwerden begleiten und ermutigen? Und was heißt das für uns als Team? Fragen über Fragen. Wir suchen nach Antworten.


Harry Voß leitet beim Bibellesebund den Bereich Arbeit mit Kindern. Seit mittlerweile 30 Jahren ist er selbst in diesem Bereich unterwegs. Dabei ist es sein größtes Anliegen, den Glauben ehrlich, verständlich und nachvollziehbar weiterzugeben.